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DIE SENNHÜTTE
IM URALTEN UND LEBENDIGEN EINKLANG MIT DER NATUR

• Sie lagen manchmal in der Nähe des Heimatdorfs, aber oft fand man sie tief im Wald, die Sennhütten. Hierhin brachten die Bauern ihr Vieh auf die Sommerweide. Die an die Höfe angrenzenden Felder der dichtbebauten Dörfer wurden zum Ackerbau benutzt. So waren die Sennereien eine Voraussetzung für den Lebensunterhalt der zunehmenden Bevölkerung.

Nirgendwo anders in Schweden war das Benutzen von Sennereien so ausgebreitet wie in Dalarna. Auch heute noch gibt es um die 80 intakte Sennhütten und mehrer junge Bauern sehen es heutzutage als ihre Aufgabe, die Sennenkultur zu bewahren. Dabei führen sie Traditionen weiter, indem sie althergebrachte Methoden und neues Denken mischen.

Oft waren es die Frauen und jungen Mädchen, die auf der Senne lebten und arbeiteten. Der Weg von der Sennhütte zur Dorfgemeinschaft war nicht selten weit und oft war das Vieh der einzige Umgang mit lebenden Wesen. Um die Tiere zu locken, Raubtiere auf Abstand zu halten und mit anderen in Verbindung zu kommen blies man das „Kuhhorn“ oder eine Art Alphorn aus Birkenrinde. Eine weitere Art miteinander zu kommunizieren war eine „Jodeltechnik“(kula), ein schriller Gesang, den man über Berg und Tal hören konnte.



Die Gehöfte liegen dicht beieinander, umgeben von den Äckern und Feldern. Sie Sennereien, wo das Vieh auf der Sommerweide war, lagen weit weg im Wald. Foto: Lars Dahlström.


• Bastberget, nordwestlich von Ludvika, war wahrscheinlich die größte Sennerei Skandinaviens. Hier hielten etwa 100 verschiedene Haushalte annähernd 600 Tiere auf der Sommerweide.

• Nipvallen, nördlich von Idre, ist eine der höchstgelegenen Sennereien in einer Landschaft ohne Wege. Es liegt ungefähr 770 m über dem Meeresspiegel.

• Viele der intakten Sennereien empfangen gern Besucher.
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