SEHENSWÜRDIGKEITEN MIT NEUER IDENTITÄT
„In Bergslagen liegen die Felder unter der Erde” ist ein Zitat aus Selma Lagerlöfs Buch über Nils Holgerssons wundersame Reise. Berslagen ist eine Region in Mittelschweden, die vom Bergbau geprägt ist. Süddalarna ist ein Teil dieser Landschaft. Kupfer, Silber und vor allem das Eisenerz schufen die Voraussetzung dafür, dass sich Menschen hier ansiedelten.
Süddalarna war Schwedens ”industriedichteste” Region mit Hunderten von Bergwerken, Hüttenorten und kleinen Hüttenwerken. Aber Ende des 19. Jahrhunderts ballte sich die Eisenindustrie allmählich mehr und mehr um die Werke in Borlänge, Långshyttan, Avesta und Grängesberg zusammen.
Das Geräusch der Hammerschläge aus den kleinen Schmiedewerkstätten verstummte, das Feuer der Schmelztiegel erlosch und übrig blieben verlassene Hüttenwerke, Grubenschächte und Maschinen
häuser. Die Natur begann, dieses alte Industriemilieu in Bergslagen zu überwuchern und es bestand das Risiko seines totalen Verschwindens.
Gott sei Dank geschah dies nicht und mit Hilfe vieler emsiger Hände gelang es, die charakteristische Industrielandschaft zu bewahren. In Dalarna gibt es heutzutage zwei „Ökomuseen“ , das Husbyringen und das Ekomuseum Bergslagen, die als Ziel haben, die bedrohte Industrielandschaft wieder zum Leben zu bringen.
„Husbyringen“ wurde schon 1970 eingeweiht und es war damals die einzige Institution seiner Art in Schweden. Es besteht aus einer 60 km langen Natur- und Kulturwanderroute innerhalb der Gemeinde Hedemora.
Das Ökomuseum Bergslagen erstreckt sich über sieben Kommunen, wovon zwei, nämlich Smedjebacken und Ludvika, in Dalarna liegen. Was hier erzählt wird, ist die Geschichte der Eisenherstellung. Das Museum wurde 1986 eingeweiht und enthält etwa fünfzehn verschiedene Milieus. Die örtliche Bevölkerung nimmt aktiv an der Arbeit teil und durch Rundwanderungen mit kleinen Theatereinlagen und durch das Feiern von „Heimatstagen“ versuchen die Menschen in Bergslagen, ihre Geschichte am Leben zu halten.